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Warum man bei Schulterschmerzen nicht schwimmen sollte

Butterfly Schwimmstil

Der Butterfly Stil ist besonders schlecht für die Schulter | Foto: anton_sid via Twenty20

Schwimmen zählt zu den beliebtesten Sportarten schlechthin. Nicht verwunderlich, denn schließlich wirkt es sich positiv auf die Ausdauer, den Muskelaufbau und die Fettverbrennung aus. Was jedoch oft außer Acht gelassen wird ist, dass die Schultergelenke beim Schwimmen, egal ob Pool, Meer oder Schwimmbad, starken Belastungen ausgesetzt sind. Exakt aus diesem Grund sollten Sie bei Schulterschmerzen und anderen Schulterbeschwerden, wie beispielsweise einer Kalkschulter, keinesfalls schwimmen.

Nehmen Sie Schulterschmerzen wortwörtlich nicht auf die „leichte“ Schulter!

Normalerweise ist das Schultergelenk sehr beweglich. Das ist allerdings auch der Grund dafür, warum es für Verschleiß so anfällig ist. Auch, wenn die Entstehung einer sogenannten Schulterverkalkung noch nicht zu 100 Prozent geklärt ist, gibt es im Bereich der Orthopädie einige Vermutungen. Demnach gilt zum Beispiel eine schlechte Durchblutung sowie der damit verbundene Mangel an Sauerstoff als möglicher Risikofaktor für eine Verkalkung der Schulter. Die besagten Durchblutungsstörungen können bei einer Kalkschulter sowohl durch Ruhe und Bewegung als auch durch unregelmäßige Beanspruchung entstehen. Demnach ist eine Verkalkung des Schultergelenks durch Schwimmen keine Seltenheit.

Mit etwas Glück klingen die Beschwerden einer Kalkschulter nach wenigen Monaten auch ohne invasive Therapie wieder von alleine ab. Dennoch ist eine Behandlung der Beschwerden ratsam, denn mitunter können die Schmerzen den Alltag massiv beeinträchtigen. Mediziner raten während dem Bestehen einer Kalkschulter von etwaigem Sport und anderen gymnastischen Übungen ab – So ist auch Schwimmen bei einer Kalkschulter schlichtweg tabu. Schließlich belastet Schwimmen die Schultergelenke enorm und das ist während einer bestehenden Schulterverkalkung mehr als kontraproduktiv.

Vorbeugen statt rehabilitieren!

Zählen Sie zu denjenigen, die gerne und regelmäßig Schwimmsport betreiben, können Sie mit gezielten Maßnahmen Schulterschmerzen und -Schulterverletzungen vorbeugen. Schließlich entstehen die meisten Schulterbeschwerden durch verkürzte oder untrainierte Muskeln. Mithilfe eines abgestimmten Dehnungsprogrammes und kräftigenden Muskelaufbau-Übungen können Sie eine gesunde Grundlage für intensiven Schwimmsport aufbauen. Wichtig ist dabei, ein gesundes Maß zu finden und nur die Muskeln zu dehnen, die für die Schultergelenk-Stabilität verantwortlich sind. Die Gelenkkapsel und die Bänder sollten Sie auslassen. Widmen Sie sich bei Ihren Übungen vor allem dem Brustmuskel, denn dieser trägt zur schlechten Schwimmhaltung bei und neigt oftmals zur Verkürzung. Doch mithilfe von Dehnungsübungen können Sie exakt dies vermeiden. Auch sollten Sie bei Ihren Kräftigungsübungen die Schulterblattmuskulatur und die Muskeln der Rotatorenmanschette miteinbeziehen. Denn diese beiden Muskelgruppen sind von unglaublicher Wichtigkeit was die Schultergelenk-Stabilisierung angeht. Zu guter Letzt ist natürlich auch die Schwimmtechnik ausschlaggebend für gesunde und schmerzfreie Schultern.

Verspüren Sie allerdings erste schmerzende Symptome an den Schultern, sollten Sie Ihr Schwimmtraining umgehend vollständig einstellen. Auf keinen Fall dürfen Sie den Schmerz ignorieren. Verschwindet der Schmerz nach kurze Zeit nicht von alleine, ist es ratsam, schnellstmöglich einen Arzt bzw. Sportarzt aufzusuchen.

 

 

 

 


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